Mit 6:0 setzt sich die TSG Kaiserslautern gegen die DJK SpVgg Effeltrich durch. Nun läuft der Titelkampf in der Dritten Bundesliga Süd auf ein Endspiel hinaus.
Knapp 200 Zuschauer waren bei dem Spitzenspiel in der Halle 1 der TSG zu Gast und sahen Top-Tischtennis.
Bereits einen Tag zuvor hatte die DJK SpVgg Effeltrich ihre Hausaufgaben zufriedenstellend erledigt. Gegen den Aufsteiger TV Limbach, derzeit Vorletzter der Liga, gab es einen 6:3-Erfolg. Ein Ergebnis, das zumindest erahnen ließ, mit welcher Qualität die Effeltricher in Kaiserslautern antreten würden. Wie üblich fehlten mit Finn Luu und Taiga Tamari zwei Spieler. Das Stammquartett mit Kenyu Hiratsuka, Elias Hardmeier, Akito Itagaki und Hannes Hörmann lief auf. Gegen die Limbacher taten sie sich dennoch schwer, weil gleich zu Beginn zwei enge Spiele abgeben mussten.
Der Topkonkurrent im Titelrennen, der TTC immoXone Bietigheim-Bissingen, der die Tabelle vor der TSG Kaiserslautern anführt, weil er drei Partien mehr absolviert hat, erledigte seine Hausaufgaben souverän. Mit 6:2 gegen Kellerkind Post SV Mühlhausen und mit 6:1 gegen den TTC SR Hohenstein-Ernstthal II. So gehen die TSG und die Bietigheimer weiter im Gleichschritt.
Routinier Torben Wosik besiegt Youngster
„Es war ein Bombenspiel von uns. Die Spiele waren sensationell gut“, lobte TSG-Abteilungsleiter Helmut Schneider nach dem Kantersieg gegen die Spielvereinigung aus Effeltrich. Besonders hob er die Partie des routinierten deutschen Ex-Nationalspielers Torben Wosik gegen den 15-jährigen Hiratsuka hervor. Der junge Japaner und Wosik zeigten starke Ballwechsel, am Ende setzte sich Wosik mit 11:8, 11:6, 2:11 und 11:9 gegen Hiratsuka durch. „Xi Wang hatte nur wenige Probleme“, zeigte sich Schneider auch mit der Leistung des Topspielers zufrieden. „Die Spiele haben die Zuschauer von den Sitzen gerissen“, sagte der TSG-Abteilungsleiter begeistert, die beiden Doppelsiege zu Beginn seien bereits die halbe Miete zum Gesamterfolg gewesen.
Luis Kraus macht das 6:0 perfekt
TSG-Akteur Haruki Miyamoto war ebenfalls stark aufgelegt, rief abermals eine Topleistung ab. „Haruki hat diesmal aber auch die Unterstützung von den Zuschauern gebraucht, um das Spiel noch zu gewinnen“, meinte Schneider mit Blick auf dessen Fünfsatzsieg gegen Hannes Hörmann. Als auch noch Angriffsspieler Luis Kraus gegen Effeltrichs Akito Itagaki in vier Sätzen gewann, war der 6:0-Sieg perfekt. „Das Spiel war sehr eng, es hätte auch anders ausgehen können. Es ist einfach gut gelaufen bei uns“, zeigte Schneider noch mal auf, dass man sich vom Ergebnis keineswegs täuschen lassen sollte. Wichtig sei jedoch auch die Höhe des Sieges. Denn bei drei Spielen weniger gegenüber Bietigheim hat die TSG nur eine zwölf Spiele schlechtere Differenz. „Wir haben es schon zum Ende der Hinrunde gesehen, dass wir nur deshalb Herbstmeister wurden, weil wir die bessere Spieledifferenz hatten. Eine Woche zuvor haben wir beim 6:4 gegen Hohenstein zu viele Punkte liegen lassen.“
Spitzenpartie im Buchenloch
Nun läuft alles auf ein Endspiel gegen den TTC Bietigheim hinaus. Am 12. April steigt die Spitzenpartie bei der TSG. Bis dahin heißt es aus Sicht der Buchenlocher bloß nicht mehr zu schwächeln. „Ich denke, in diesem Jahr sind wir sehr gefestigt. Ich glaube nicht, dass uns noch ein Ausrutscher passiert“, versicherte Schneider. Die TSG spielt nun nach einwöchiger Spielpause wieder am 14. März beim SB Versbach und einen Tag später beim TTC Kist. In beiden Partien ist die TSG deutlicher Favorit.


